2018: Diese wichtigen Vorschriften und Gesetze bringt das neue Jahr

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Für Verbraucher und Steuerzahler ändert sich auch 2018 wieder eine ganze Menge: Wir haben die wichtigsten Regelungen und Gesetze zusammengestellt.

Gebühren für Kartenzahlung und -missbrauch

Ab dem 13. Januar sollen die Zahlungen per Kreditkarte und Lastschrift verbraucherfreundlicher werden, eventuelle Sondergebühren fallen europaweit weg. Außerdem reduziert sich die Verbraucherhaftung bei nicht autorisierten Zahlungen und sinkt von aktuell maximal 150 auf 50 Euro.

Schluss für den 500-Euro-Schein

Schon 2016 hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossen, künftig auf die größte der Euro-Banknoten zu verzichten. Bis Ende 2018 kann der 500-Euro-Schein noch für die Barzahlung benutzt werden, danach ist Schluss.

eCall für PKW und Transporter ab April

Die viel diskutierte eCall-Technik ist ab April 2018 in ganz Europa Pflicht in neu zugelassenen Autos. Das automatische Notrufsystem wird von den Herstellern fest installiert und verständigt im Ernstfall den Rettungsdienst über die Notrufnummer 112.

Alkoholverbot bei der Deutschen Bahn

2018 will die Deutsche Bahn ein Alkoholverbot in Regionalzügen einführen. Geplant ist zunächst eine Übergangsphase, während der Zuwiderhandelnde auf das Verbot aufmerksam gemacht werden. Erst nach dieser Phase sollen auch Bußgelder verhängt werden.

Steuererklärung

Die Frist für die jährliche Steuererklärung verlängert sich 2018: Diese muss dann bis zum 31. Juli des Folgejahres dem Finanzamt vorliegen, bislang war es der 31. Mai. Wer einen Steuerberater hat, kann sich gar bis zum letzten Februartag des übernächsten Jahres Zeit lassen.

Mutterschutzgesetz

Das Mutterschutzgesetz hält im kommenden Jahr gleich mehrere Änderungen bereit. So gilt die Schutzfrist von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt künftig auch für Schülerinnen und Studentinnen. Sie dürfen während dieser Zeit keinen Unterricht oder Vorlesungen wahrnehmen.

Außerdem gilt künftig ein Beschäftigungsverbot für alle Frauen, die Arbeiten in einem vorgegebenen Zeitrahmen erledigen müssen, bisher galt dies nur für Akkordarbeit. Arbeitgeber müssen ab 2018 grundsätzlich prüfen, ob Schwangere in ihrem Betrieb gefährdet sein könnten. Diese Regelung galt vorher nur für Unternehmen, deren Angestellte mit chemischen Stoffen und Ähnlichem zu tun haben.

Hartz-IV-Sätze und Kindergeld

Zum 1. Januar 2018 steigt der Hartz-IV-Satz für alleinstehende Empfänger von 409 auf 416 Euro, bei Paaren beträgt der Regelsatz künftig 374 statt 368 Euro pro Partner.

Über ein Plus von 2 Euro für das erste und zweite Kind können sich Eltern ab dem 1.1. 2018 freuen, denn das Kindergeld steigt auf 194 Euro. Für dritte Kinder gibt es künftig 200 und für alle weiteren 225 Euro.

IP-Anschlüsse

Schluss mit ISDN: Bereits seit 2014 werden ISDN-Telefonanschlüsse durch IP, kurz für Internet-Protokoll, ersetzt. Bis 2018 sollen alle Anschlüsse der Deutschen Telekom auf die neue Standardtechnologie umgestellt sein.

Streaming in der EU

Ab dem 20. März können Nutzer von Musik-, Film- oder Sport-Streamingdiensten über die Landesgrenzen hinaus den Service nutzen, denn das sogenannte Geoblocking fällt weg. Auch zusätzliche Gebühren für das Streamen im EU-Ausland darf es dann nicht mehr geben.

Bild: Mari Helin-Tuominen/unsplash

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Lebensretter in der Kritik

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