Amazon Key: Sieht so die Paketzustellung der Zukunft aus?

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Ja, es nervt: Du bestellst ein Paket und geliefert wird es wann? Richtig, wenn du im Büro sitzt oder auch sonst garantiert nicht zu Hause bist. Amazon hat deswegen eine Lösung entwickelt, mit der der Postbote seine Lieferung direkt in deinen vier Wänden abstellen kann. In den USA ist der Service bereits verfügbar. Dennoch muss eine grundlegende Frage gestattet sein: Wollen wir überhaupt, dass fremde Menschen mit Amazon Key unsere Tür öffnen können, wenn wir nicht daheim sind?

Zu Beginn war Alexa

Das Konzept von Amazon Key ist clever, aber auch hinterfragungswürdig. Als Grundvoraussetzung müssen Interessenten über das Smart-Home-Tool Alexa verfügen. Dieses ist in der Lage, die Amazon Cloud Cam zu steuern, eine Kamera, die der geneigte Kunde ebenfalls anschaffen muss. Sind sowohl Alexa als auch Cloud Cam vorhanden, kann es mit Amazon Key losgehen.

Ein schlaues Schloss

Der Anwendung liegt ein intelligentes Schloss zugrunde, das über einen Scanner verfügt und an der Außentür angebracht wird. Liefert ein Zusteller nun ein Paket des Versandriesen, kann er den Strichcode des Adressaufklebers elektronisch einlesen lassen. Decken sich die Angaben des Codes mit den Bestellinformationen von Alexa und der Cloud Cam, öffnet sich die Tür. Damit der Postbote bei der Auslieferung keinen Schabernack betreibt und womöglich weiter in dein Haus oder deine Wohnung eindringt, zeichnet die Amazon-Kamera ab dem Moment auf, von dem an das Smart Lock die Tür öffnet. Kommst du schließlich nach Hause, wartet dein Paket schon auf dich. Bei den Nachbarn klingeln oder zur Paketstation zu rennen, um es abzuholen, gehören der Vergangenheit an.

Kein effektiver Schutz gegen Diebe

Die Idee von Amazon Key könnte die Paketzustellung revolutionieren. Sie klingt nach mehr Flexibilität für Kunden und Zulieferer und passt hervorragend in den Trend von Smart Home. Dennoch hat sie einen Haken, der ihr den Garaus machen könnte: Die eigenen vier Wände sind den meisten Menschen heilig. Die Vorstellung, dass sich Fremde Zutritt verschaffen, ohne dass man selbst anwesend ist, gefällt bei Weitem nicht jedem.

Auch das Sicherheitsnetz der Cloud Cam erscheint durchlässig. Denn: Was nützt es, wenn die Kamera aufzeichnet, wie der Postbote trotzdem das Haus ausräumt – oder ein Dritter, der sich unrechtmäßig das Paket angeeignet hat? Auch ganz andere Aspekte könnten sich für Amazon Key als Stolperstein erweisen: Was, wenn der Paketlieferant die Tür öffnet und der Stubentiger die Gelegenheit nutzt, um auszubüchsen? Nicht nur in diesem Fall stellt sich die Frage nach der Haftung.

Und außerdem stellen sich Fragen bezüglich des Versicherungsschutzes. Muss man sich extra versichern? Und, gibt es diese Extra-Versicherung überhaupt? Sprich: Wie kann ich mich absichern, wenn sich der Paket-Bringer trotz Kamera den Inhalt meiner Wohnung aneignet? Definitiv ein Thema, mit welchem sich Versicherer in den kommenden Monaten auseinandersetzen werden.

Eine clevere Alternative

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Amazon Key durchaus hilfreich sein kann, aber auch Risiken birgt. Wenn dir das Konzept generell gefällt, du aber während deiner Abwesenheit niemanden hineinlassen möchtest, könnte LockBox eine Lösung für dich sein. Auch dieses Schloss verfügt über einen intelligenten Scanner, wird jedoch an einer fest installierten Kiste angebracht, die du beispielsweise vor deine Tür stellen kannst. Der Postbote scannt den Strichcode des Pakets, das Schloss öffnet sich und die Lieferung kann in der Box deponiert werden. Verschlossen wird es manuell. Zusätzlicher Vorteil: Nicht nur Amazon-Pakete können auf diese Weise zugestellt werden.

Bild: Maarten van den Heuvel/unsplash

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