Drahtloses Aufladen und Airbnb für Ladestationen: Das ist die Zukunft der Elektroautos

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Sie sind umweltverträglich, leise, abgasfrei und gelten als Fahrzeuge der Zukunft – Elektroautos sind auf dem Vormarsch. Vom angestaubten Öko-Image haben sie sich nicht nur längst gelöst, sondern spielen inzwischen sogar im Programm der ganz großen Automarken wie BMW, Mercedes oder Opel mit. Ein viel diskutierter Haken haftet den Fahrzeugen in den Augen der Kritiker allerdings an: Wie und wo können Fahrer die Motoren ihrer Elektroautos aufladen?

Die Autobranche will nun Antworten auf diese Problematik gefunden haben. Auf der eMove 360°, der weltgrößten Messe für Elektromobilität, wurden dieses Jahr spannende Lösungen und Trends rund um das Thema Akkuladung präsentiert.

Der Elektromotor: So funktioniert er

Zur Definition: Jedes Auto, das mit elektrischer Energie angetrieben wird, gilt prinzipiell als Elektroauto. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff aber hauptsächlich auf Pkws angewendet, die keinen klassischen Verbrennungsmotor, sondern ein Elektroaggregat unter der Motorhaube haben. Statt Kraftstoff wird der mit Strom betrieben – über Akkus, Lithium-Ionen-Speicher oder Nickel-Hydrid-Batterien.

Das Aufladen dieser Speichermedien stellt Elektroauto-Hersteller aber immer wieder vor Herausforderungen und steht der Massenproduktion noch im Weg. Wer sich heutzutage mit seinem umweltschonenden Gefährt abseits der Metropolen und Autobahnen bewegt, riskiert nämlich den Stillstand. Ladesäulen sind fern von Ballungszentren noch relativ rar gesät und auch die Frage nach den Bezahlmöglichkeiten an der Ladestation treibt Wagenbesitzer um.

Auto-Akku laden? Gar nicht so einfach – bisher

Viele Ladestationen erfordern eine vorherige Anmeldung beim Betreiber und lassen sich nur über spezielle Zugangs- und Abrechnungskarten nutzen. Pläne für europaweite Ladenetze von Autokonzernen und Partnern aus der Energiewirtschaft gibt es zwar bereits, die Umsetzung wird aber wahrscheinlich noch eine Weile auf sich warten lassen.

Die Lösung: Airbnb für Autos

Überbrücken lässt sich diese Zeit mit smarten Ideen zur Energieversorgung für Elektroautos, zumindest wenn es nach Start-ups wie Share&Charge geht: Mit der hauseigenen App soll die Ladeinfrastruktur in Deutschland ausgebaut werden. Das Prinzip ist dabei simpel: Wer eine private Ladestation sein Eigen nennt, lässt diese per Applikation für Dritte registrieren, zum Preis seiner Wahl. Die Station taucht dann im App-Netzwerk auf und kann von E-Mobilisten angesteuert werden. „Das ist praktisch ein Airbnb für Ladesäulen“, erklärte Gründer Dietrich Sümmermann laut Focus.

Eine Kooperation mit dem Ladesäulen-Hersteller wallbe soll den Prozess für Anbieter sogar noch einfacher machen. Ab 800 Euro werden dort Säulen angeboten, die bereits für das automatische Erkennen und Abrechnen vorkonfiguriert sind. Auch mit der Share&Charge-App sind sie kompatibel.

Die Alternative: Laden ohne Kabel

Es muss aber nicht immer die Ladesäule sein. Kabelloses Aufladen per Magnetfeld soll schon bald das Fahren mit dem Elektroauto einfacher machen. Das stellt das US-Unternehmen WiTricity mit einer drahtlosen Ladetechnologie unter Beweis, die bereits bei Mercedes und BMW 2018 zum Einsatz kommen wird. „80 Prozent aller Ladevorgänge geschehen daheim oder am Arbeitsplatz – das wird also ein erheblicher Komfortvorteil”, so Direktor Peter Wambsganß laut Focus.

Bis das induktive Laden allerdings flächendeckend finalisiert ist, wird es noch etwas dauern. Dann soll es vor allem im öffentlichen Raum zum Einsatz kommen, etwa bei Supermärkten, Parkhäusern oder Taxiständen. Elektrofahrzeuge können dann ganz nebenbei ihre Akkus aufladen, ohne, dass der Fahrer es überhaupt bemerkt.

Bild: Mike/PEXELS

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